Welche Marke steckt dahinter? Diese Markenprodukte gibt es zum Schleuderpreis

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Ist es nicht auffällig, dass die Lebensmittel teilweise ähnlich schmecken, obwohl sie von einer jeweils anderen Marke stammen? Da stellt sich doch die Frage, welche Marke hinter den billigen Angeboten steckt, die anderen so sehr ähneln.

Andere Marke, gleicher Geschmack: Es muss nicht teuer sein!

Schon viele Tests haben es bestätigt: Teure Marken tarnen sich gern.

Doch woher weiß ein Einkäufer nun, welche Marke hinter welchem Angebot steckt? Welcher günstige Anbieter ist das geschmacklich und qualitativ gleichwertige Gegenstück zu einer teuren Marke?

Wer Wert auf hochwertige Markenprodukte legt, der muss nicht zu den teuren Angeboten greifen. Marken-Lebensmittel aller Art werden beim Discounter unter No Name Marken vertrieben. Die Verbraucher können sich hier über die originalen Lebensmittel freuen und zahlen dabei nur einen Bruchteil vom originalen Preis.

Wer Wert auf hochwertige Markenprodukte legt, der muss nicht zu den teuren Angeboten greifen. Marken-Lebensmittel aller Art werden beim Discounter unter No Name Marken vertrieben. Die Verbraucher können sich hier über die originalen Lebensmittel freuen und zahlen dabei nur einen Bruchteil vom originalen Preis.

Qualität zu Discount-Preisen ( Video)

Es ist durchaus möglich, eine hohe Markenqualität zu günstigen Discountpreisen zu erwerben. Allerdings sollte dafür bekannt sein, welche Marke hinter welchem Angebot steckt! Meist wird angenommen, dass eine teure Marke deutlich besser sein muss, dass Qualität und Leistung den höheren Preis rechtfertigen.

In der Regel kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass die Verarbeitung bzw. die Produktqualität dem Preis entsprechend ausfällt. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn auch günstige Vertreter einer Marke können eine hohe Qualität liefern.

Verbraucherschützer gehen sogar soweit, dass sie günstige Pendants qualitativ genauso gut oder besser einstufen wie manch teure Marke.

Video: Marken Masche: Nelson findet No-Name Produkte vom Original-Hersteller

Dabei lässt sich auch feststellen, dass mitnichten die Produktqualität für den Preis verantwortlich ist, hier spielen ganz andere Faktoren mit hinein:

  • Bekanntheit der Marke

    Viele bekannte Lebensmittelhersteller sind nicht wegen der Qualität der Marke teuer, sondern wegen ihres Namens. Sie sind so bekannt, dass sogar Kinder den entsprechenden Namen der Marke zuordnen können, wenn sie nur das Logo oder den Schriftzug sehen.

    Besonders bekannte Beispiele sind hier Coca Cola, Nestlé oder Milka. Die Werbekampagnen der Firmen sind ausgefeilt, sie sind überall präsent und es vergeht keine Veranstaltung und kein Fernsehfilm, ohne dass Werbung für eine dieser Firmen zu sehen oder zu hören ist.

    Das Design der jeweiligen Marke ist perfekt ausgeklügelt und im Laufe der Jahre verfeinert worden. Viele Tests an Kunden haben die beste Variante ergeben, mit der sich die Marke für stetig steigernde Verkaufsergebnisse präsentieren sollte.

  • Konkurrenz

    Auch die Konkurrenz unter den Herstellern spielt eine Rolle bei der Preisgestaltung. Wer sich im hochpreisigen Segment wähnt, sollte sich am Wettbewerb orientieren. Das heißt aber auch, dass die Preise dann ähnlich gestaltet sein müssen.

    Seitens des Kunden wird zum Beispiel der Schokolade A eine ähnlich hohe Qualität unterstellt wie der Schokolade B, wenn A und B ähnliche Verkaufspreise haben. Nach dem Probieren kann dies allerdings anders aussehen, also müssen hier Geschmack und Preis einer Marke zumindest ähnlich gelagert sein wie bei der Konkurrenz. Nicht umsonst beobachten sich die Hersteller mit Argusaugen und achten auf jeden Schritt der Konkurrenz!

Aldi, Lidl und Co. sind ohne Frage die ersten Anlaufstellen für günstiges Einkaufen. Die Regale sind gefüllt mit unzähligen No Name Marken für jede Produktart. Die teuren Marken-Angebote sind zumeist erst gar nicht zu finden.

Aldi, Lidl und Co. sind ohne Frage die ersten Anlaufstellen für günstiges Einkaufen. Die Regale sind gefüllt mit unzähligen No Name Marken für jede Produktart. Die teuren Marken-Angebote sind zumeist erst gar nicht zu finden.

No-Name Lebensmittel verschiedener Hersteller: Gesteigerter Umsatz und Gewinn

Würden Lebensmittelhersteller nur den hochpreisigen Markt bedienen, könnten sie schnell verlieren. Denn: Mit teuren Produkten erreichen sie nur die Zielgruppe, die auch willens und in der Lage ist, diese hohen Preise zu zahlen.

Welche Marke es sich leisten kann, nur teure Produkte zu verkaufen, ist dabei die Frage, denn zumeist wird durch das Voranstellen von Quantität vor Qualität ein höherer Umsatz erzielt als andersherum.

Welche Marke ist wirklich gut? Schnäppchenjäger aufgepasst! ( Video)

Ob eine Marke gut oder nicht gut ist, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden. Mittlerweile ist es aber so, dass die meisten Hersteller auch Produkte für den Discounter produzieren müssen, um überhaupt am Markt zu bleiben.

So wird der Gewinn wenigstens stabil gehalten, wenn er nicht durch das Herausbringen einer neuen Marke sogar gesteigert werden kann. Vor allem bei Milchprodukten ist es auffällig, wie viele verschiedene Marken es im Handel gibt, wobei hier sogar immer noch neue Varianten auftreten.

Die Marken sind klein, das Volumen der Produkte groß: Es werden hohe Absatzzahlen benötigt, um einen Gewinn verzeichnen zu können.

Generell ist es der Vorliebe der Deutschen, beim Einkaufen unbedingt ein Schnäppchen machen zu wollen, geschuldet, dass so viele Produkte besonders günstig sein sollen. Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände werden in Deutschland vergleichsweise günstig eingekauft.

Mittlerweile sind rund ein Fünftel aller Produkte, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sogenannte Produktzwillinge! Das heißt, dass sich hier nicht mehr die Frage stellt, ob eine andere Marke hinter dem Produkt steckt. Vielmehr ist die Frage, welche Marke steckt dahinter?

Der Anteil an Eigenmarken in vielen Supermärkten ist inzwischen auf fast 70 Prozent gestiegen. Diese Eigenmarken sind in der Regel die günstigsten Angebote überhaupt und werden daher auch bevorzugt von den Kunden erwählt.

Wer nun wissen möchte, welche Marke wirklich gut ist und welcher Hersteller hinter welchem Produkt steckt, kann ganz einfach vorgehen: Bei Milch- und Fleischprodukten gibt es ein Identitätskennzeichen, das sogar vorgeschrieben ist.

Über diese Nummer ist der Betrieb zu finden, der als Hersteller für das Produkt verantwortlich zeichnet. Haben Produkte die gleiche Produktionsnummer, stammen sie vom selben Hersteller und haben die gleiche Produktionsstätte.

Außerdem sind diese Punkte hinweisgebend auf Produktzwillinge:

  • ähnliches Produktdesign wie die Originalmarke
  • ähnliche Ausdrucksweise
  • Nährwertangaben sind gleich
  • Adresse des Herstellers ist gleich

Video: No-Name-Produkte: Diese Marken stecken dahinter | Marktcheck SWR

So wird Sparen einfach

Wer nun bei der nächsten Shoppingtour für das Wochenende sparen möchte, sollte sich einmal die Mühe machen und genauer hinschauen. Sicherlich kostet das anfänglich etwas mehr Zeit beim Einkaufen, doch wer günstige Alternativen nutzen möchte, sollte die Verpackungen bzw. die Angaben darauf unbedingt miteinander vergleichen.

Vor allem die ähnlichen Logos sind auffällig, teilweise werden auch gleiche oder sehr ähnliche Worte auf der Verpackung verwendet.

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele für Produkte, die vom gleichen Hersteller kommen und unter verschiedenen Markennamen vertrieben werden:

Welche Marke steckt dahinter? Markenware als Handelsmarke im Discounter.
Supermarkt Markenprodukt No Name Produkt
Aldi Bayernland Alpspitz Emmentaler
Aldi Milchunion Hocheifel/Arla Laktosefreie fettarme H-Milch 1,5% Fett
Aldi Molkerei Gropper Mibell
Aldi Nord Bayernland Gouda gerieben
Aldi Nord Campina/MBP Milchprodukte Knixx Crisp Joghurt & Banane
Aldi Nord Hansano Upahl/Arla Foods Haltbare Vollmilch 3,5% Fett
Aldi Nord Hansano Upahl/Arla Foods Milsani Kondensmilch
Aldi Nord Hansano Upahl/Arla Foods Milsani Schlagsahne
Aldi Nord Hochland/Bonifaz Kohler Hofburger Käse-Aufschnitt
Aldi Nord Hochland/Bonifaz Kohler Kasländer Käsescheiben
Aldi Nord Hochwald Nahrungsmittel-Werke Milsa Kaffeesahne
Aldi Nord Jermi Käsewerk Lisani Räucherchili
Aldi Nord Molkerei Rücker Devina Hirtenkäse
Aldi Nord Molkerei Vogtlandmilch Milsani Deutsche Markenbutter mildgesäuert
Aldi Nord Molkerei Vogtlandmilch Milsani Haltbare fettarme Milch 3,5% Fett
Aldi Süd Ehrmann Körner Joghurt
Alnatura Berchtesgadener Land Alnatura Alpenmilch
Alnatura Molkerei Söbbeke Alnatura Joghurt
Edeka Bauer Milch EDEKA Erdbeerjoghurt Laktosefrei
Edeka Deutsches Milchkontor Hohenwestedt Gut & Günstig Markenbutter
Edeka Deutsches Milchkontor Zeven Gut & Günstig Schlagsahne
Edeka DMK Deutsches Milchkontor Gut & Günstig Körniger Frischkäse
Edeka DMK Molkerei Georgensmarienhütte Mibell Gouda
Edeka Hansano Upahl/Arla Foods Bio Sauerrahmbutter
Edeka Hansano Upahl/Arla Foods Gut & Günstig Saure Sahne
Edeka Heideblume Gut & Günstig Kräuterquark
Edeka Molkerei Rücker Gut & Günstig Hirtenkäse
Famila Bauer Milch/Immergut Hofgut Dessertsauce
Famila Bayernland Frischgold Schmelzkäse
Famila Deutsches Milchkontor Feine Quarkcreme Gut & Günstig
Famila Molkerei Ammerland Hofgut Markenbutter
Famila Molkerei Ammerland Küstengold Schlagsahne
Famila Molkerei-Hoya Frischgold Kräuterbutter
Kaufland Bauer Milch Fettarmer Joghurt K-Classic
Kaufland Deutsches Milchkontor Coesfeld Joghurt Mild K-Classic
Kaufland Hansano Upahl/Arla Foods K-Classic H-Milch
Kaufland Hansano Upahl/Arla Foods K-Classic Speisequark
Kaufland Heinrichsthaler Milchwerke Gouda in Scheiben K-Classic
Kaufland Karwendel K-Classic Frischkäse
Kaufland Milchunion Hocheifel/Arla Milblu Vollmilch Laktosefrei K-Classic
Kaufland Müller Milch/Sachsenmilch K-Classic Sahne Milchreis
Lidl Campina/MBP Milchprodukte KingFrais Pudding
Lidl Deutsches Milchkontor/HMI GmbH KingFrais Vanilla Gourmet
Lidl Hansano Upahl/Arla Foods Quark Kleefeld
Lidl DMK Molkerei Georgensmarienhütte Lovilio Mozzarella
Lidl FrieslandCampina Milbona Sprühsahne
Lidl Hansano Upahl/Arla Foods Bio Butter
Lidl Karwendel Cavabel Rahm Brotaufstrich
Lidl Milchwerke Oberfranken Irische Butter
Lidl Milchwerke Oberfranken Milbona Markenbutter
Lidl Molkerei Ammerland Milbona Deutsche Markenbutter
Lidl Molkerei Gropper Biotrend Bio Joghurt
Lidl Müller Milch/Sachsenmilch Pianola Joghurt
Netto Alpenhain Camembert-Werk Gutes Land Back Camembert
Netto Bauer Milch Ohne-L Laktosefreier Naturjogjurt
Netto DMK Deutsches Milchkontor Altentreptow Das Beste vom Lande Deutscher Gouda
Netto DMK Deutsches Milchkontor Zeven Gutes Land Schlagsahne
Netto DMK Molkerei Georgensmarienhütte Gutes Land Gouda
Netto Frischli Milchwerke Gutes Land Vollmilch 3,5% Fett
Netto Hansano Upahl/Arla Foods Das Beste vom Lande Deutsche Markenbutter
Netto Hansano Upahl/Arla Foods Das Beste vom Lande Haltbare Vollmilch
Netto Hansano Upahl/Arla Foods Das Beste vom Lande Schlagsahne
Supermarkt Markenprodukt No Name Produkt
Netto Karwendel Frischkäse Pur
Norma Hansano Upahl/Arla Foods Landfein Schlagsahne
Norma Käserei Champignon nimm’s leicht Camembert
Norma Müller Milch/Sachsenmilch Landfein Markenbutter
Norma Müller Milch/Sachsenmilch Leckerrom Deutscher Gouda
Penny Apostel Mitakos Zaziki
Penny Goldsteig Line Mozarella
Penny Hansano Upahl/Arla Foods Bio Butter
Penny Hansano Upahl/Arla Foods Elite Speisequark
Penny Molkerei Gropper Milchprodukte Almsana
Real DMK Molkerei Georgensmarienhütte real-Quality Gouda
Rewe Bauer Milch ja! Fettarmer Joghurt
Rewe Bayernland ja! Frischkäse
Rewe FrieslandCampina ja! Sprühsahne
Rewe FrieslandCampina ja! Sprühsahne
Rewe Frischli Milchwerke ja! Kaffeesahne ultrahocherhitzt
Rewe Hansano Upahl/Arla Foods ja! Frische Fettarme Milch 1,5% Fett
Rewe Heinrichsthaler Milchwerke ja! Deutscher Gouda
Rewe Hochland ja! Allgäuer Schmelzkäse
Rewe Hochwald Nahrungsmittel-Werke ja! Leichte Kondensmilch
Rewe Hochwald Nahrungsmittel-Werke ja! Saure Sahne

Welche Marke steckt dahinter: Geht die Strategie auf?

Welche Marke steckt hinter dem Angebot für den leckeren Kirschjoghurt, der geschmacklich nicht von seinem teuren Vertreter zu unterscheiden ist? Und welche Marke ist hinter der Schokolade zu vermuten, die verdächtig wie eine Tafel eines hochpreisigen Anbieters schmeckt?

Wer dies einmal herausgefunden hat, wird sicherlich kaum noch zu den teuren Pendants greifen. Insofern geht die Strategie der Hersteller sicherlich auf. Viele Kunden greifen lieber doppelt zu, „weil es doch so günstig ist!“, und freuen sich, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Haben sie theoretisch ja auch, gleichzeitig hat der Hersteller aber auch gewonnen.

Immerhin hat er das betreffende Produkt nun doppelt verkauft und damit mehr als den Preis erzielt, den er mit dem Verkauf eines einzelnen Produkts der teuren Marke erzielt hätte. Sicherlich ist das nicht in jedem Falle so, doch vielfach geht diese Strategie auf.

Der Gedanke dahinter ist nicht neu und schon lange ist bekannt, dass die meisten hochpreisigen Hersteller auch günstige Marken im Angebot haben. Nur wissen die meisten Kunden nicht, welche Marke denn nun genau hinter dem Angebot steht.

Unabhängig von der Frage, ob es sich bei einem günstigen Produkt nun um ein Original von bekannten Marken handelt, sollten Verbraucher darüber nachdenken, ob teuer auch besser ist.

Unabhängig von der Frage, ob es sich bei einem günstigen Produkt nun um ein Original von bekannten Marken handelt, sollten Verbraucher darüber nachdenken, ob teuer auch besser ist.

Wichtig für den Discounter: Bei einem teuren Produkt bestimmt der Hersteller den Preis mit, was an der „unverbindlichen Preisempfehlung“, die meist auf der Rückseite aufgedruckt ist, erkennbar wird. Ein günstiges Produkt, das unter dem Eigennamen des Discounters vertrieben wird, kann in Bezug auf den Preis selbst entsprechend eingruppiert werden.

So gibt es hier zum Beispiel die „Dauertiefpreise“, die in vielen Supermärkten beworben werden. Diese sind übrigens gar nicht in jedem Fall die wirklich niedrigsten Preise, denn sie werden teilweise immer noch von den günstigen Marken der hochpreisigen Anbieter unterboten.

Welche Marke steckt dahinter? Erfahrene Kunden wissen dies längst oder finden es heraus und bleiben dann meist dieser Marke treu.

 

Über den Autor

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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