Die Fraktionen AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke forderten im Umweltausschuss die Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes und die Aufhebung der CO?-Bepreisung für fossile Heizsysteme. Zusätzlich zielte ein Antrag auf ein Moratorium gegen Advanced Nuclear Fuels- und Framatome-Aktivitäten in der Lingen-Brennelementefabrik sowie auf eine klare Positionierung für die UN-Klimakonferenz ab. Alle Initiativen wurden abgelehnt. Heizungsplaner und Monteure profitieren unvermindert geltenden Standards zur Energieeffizienz und klaren Budgetrahmen für Investitionsentscheidungen.
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Heizungsmodernisierung bleibt gesichert: AfD-Antrag findet im Ausschuss keine Mehrheit
Die AfD-Fraktion initiierte mit Antrag 21/227 eine Debatte zur Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie zur Streichung der CO2-Bepreisung auf Heizöl und Gas. Im Umweltausschuss votierten ausschließlich AfD-Mitglieder dafür, während Union, SPD, Grüne und Linke unanimously ablehnten. Heizungsinstallateure, Planer und Gebäudeenergieberater profitieren von diesem Ergebnis: Der bewährte Rechtsrahmen für energieeffiziente Sanierungen und Modernisierungen bleibt in Kraft und garantiert Transparenz, Fördermöglichkeiten und langfristigen Investitionsschutz im Wärmesektor.
Grüneninitiative für Brennelemente-Stopp in Lingen bleibt im Ausschuss chancenlos
Bundestag verschmäht Grünen-Vorstoß gegen Lingen-Atomfabrik trotz deutlicher fehlender Mehrheit
Die Fraktion der Grünen hatte in Antrag 21/354 beantragt, alle Aktivitäten von Advanced Nuclear Fuels, einer Framatome-Tochter, in der Brennelementefabrik Lingen zu unterbinden, bis zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass keine Gefahren bestehen. Im Umweltausschuss stimmten Union, SPD, AfD und Linke geschlossen gegen den Antrag. Da sich diese Entscheidung ausschließlich auf die nukleare Brennstofffertigung bezieht, ergeben sich für Hersteller, Installateure und Betreiber im Heizungsbereich keine unmittelbaren Konsequenzen oder neuen Anforderungen. Wesentlich geringfügig.
Linke plädiert für Einbindung betroffener Gruppen in Klimapolitik erfolglos
Die Linkspartei stellte mit Antrag 21/2535 die Forderung auf, Klimapolitik mit Gerechtigkeitsprinzipien zu verknüpfen und kritisierte Greenwashing bei der UN-Klimakonferenz als taktisches Manöver. Ihr Entwurf enthielt Passagen zur verpflichtenden Einbindung vulnerabler Bevölkerungsgruppen in politische Entscheidungsprozesse. Union, SPD und AfD enthielten sich nicht und votierten gegen den Vorschlag, während sich die Grünen enthielten. Das Fehlen einer Mehrheit führte zur Ablehnung des Antrags ohne weitere Beratungen und erregte breite öffentliche Aufmerksamkeit. Symbolisch.
Atombrennstoffstreit in Lingen beeinflusst Heiztechnik nur minimal direkt betriebswirtschaftlich
Mit der weiteren Geltung des Gebäudeenergiegesetzes und der CO2-Abgabe erhalten Fachbetriebe im Heizungssektor ein stabiles regulatorisches Umfeld, das Investitionsentscheidungen in emissionsarme Technologien unterstützt und klare Kostenvorstellungen ermöglicht. Zeitgleich verlaufen Debatten um die Bewertung von Atombrennstoff-Fertigung in Lingen und Aushandlungen zur internationalen Klimagerechtigkeit überwiegend in einem langfristig angelegten Rechtsrahmen und wirken sich auf kurz- und mittelfristige Heizkosten sowie Betriebsausgaben nur in geringem Maße aus. Planungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Förderung bleiben zentrale Faktoren.
Heizungsbranche erhält weiterhin Planungssicherheit durch deutsches GEG und CO2-Gesetz
Durch den Beschluss des Umweltausschusses, sämtliche Oppositionsanträge zurückzuweisen, bleibt das Gebäudeenergiegesetz gültig und die CO2-Abgabe in vollem Umfang anzuwenden. Haustechniker und Energieberater können somit weiterhin auf ein bewährtes Anreizsystem für nachhaltige Heizungskonzepte zurückgreifen. Übergeordnete Fragen zur nuklearen Brennstoffproduktion und zu internationaler Klimagerechtigkeit dominieren zwar die öffentliche Diskussion, haben aber für die technische Planung und Wirtschaftlichkeit von Heizungsanlagen aktuell nur eine periphere Bedeutung und beeinflussen weder technische Normen noch die Finanzierungsprogramme.

