Rückgaberecht nach Online-Shopping

21.12.2009 | Berlin
Videospiele, Handys, PCs, Flachbildfernseher oder Digitalkameras sind auch in diesem Jahr wieder beliebte Weihnachtsgeschenke. Die Preise sind im Laufe des Jahres teils stark gefallen, bei DVD-Spielern um rund 30 Prozent, bei Flachbildfernsehern und Notebooks um 17 Prozent. Das geht aus einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK und des BITKOM hervor. Doch was ist, wenn ein Präsent die Erwartungen nicht erfüllt?

"Wer Geschenke online kauft, kann sie in der Regel mühelos zurückgeben", sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Mindestens 14 Millionen Deutsche haben laut einer Umfrage von BITKOM und Forsa in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke im Web bestellt. Der BITKOM erklärt, was bei einer Rückgabe zu beachten ist:

1. Frist einhalten

Ist die Ware geliefert, bleiben 14 Tage zur Rückgabe. In dieser Zeit darf der Besteller den Kaufvertrag widerrufen. Kommt die Ware aus anderen EU-Ländern, läuft die Frist mindestens eine Woche. In Deutschland müssen Händler ihre Kunden bei der Bestellung über das Widerrufsrecht informieren. Tun sie es nicht, verlängert sich die Frist. Es reicht, die Ware ohne Begründung zurückzuschicken. Ausgenommen vom Widerrufsrecht sind Musik, Videos und Software, wenn der Kunde die Datenträger schon aus der versiegelten Hülle ausgepackt hat. Weitere Ausnahmen gelten unter anderem für verderbliche Waren wie Schnittblumen.

2. Frankieren nicht vergessen

Die meisten Händler verlangen, dass die Rücksendung frankiert ist. Das Porto bekommt der Absender erstattet, wenn der Artikel mehr als 40 Euro gekostet hat. Ausnahme: Ist die Ware noch nicht bezahlt, kann der Kunde auf den Portokosten sitzen bleiben. Wenn der Shop nicht nur ein Widerrufsrecht gewährt, sondern ein ausdrückliches "Rückgaberecht", muss er immer die Kosten übernehmen. Tipp: Nicht am Porto sparen. Lieber ein versichertes Paket als ein unversichertes Päckchen - so lässt sich Ärger vermeiden, falls die Sendung nicht oder beschädigt beim Shop ankommt.

3. Schwere Waren abholen lassen

Einen großen Fernseher, ein Fahrrad oder Möbel muss niemand selbst zur Post tragen. Als Faustregel gilt: Was nicht als normales Paket kam, sondern mit der Spedition, kann der Käufer vom Händler abholen lassen. Tipp: Die Abholung schriftlich verlangen - am besten per Einschreiben. So gibt es kein Missverständnis, ob die Widerrufsfrist eingehalten wurde.

4. Kleingedrucktes lesen

In den Geschäftsbedingungen (AGB) der Händler steht oft mehr als die gesetzlichen Standards. So bieten einzelne Shops auch eine unfreie Rücksendung oder kostenlose Abholung an. Andere bitten um eine kurze Benachrichtigung per Mail vor der Rücksendung. Deshalb lohnt es sich, das Kleingedruckte in den Bestell-Unterlagen zu lesen - die Regelungen fallen nicht selten zum Vorteil der Kunden aus.

5. Alternative: Geschenke selbst im Netz anbieten

Sollte keine Rückgabe mehr möglich sein, lassen sich Geschenke auch im Internet verkaufen - etwa per Online-Auktion. Private Verkäufer müssen kein Widerrufs- oder Rückgaberecht einräumen. Nur Händler sind dazu verpflichtet. Privatpersonen können auch die gesetzliche Gewährleistung ausschließen. Es reicht der Hinweis "Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft". Der Verkäufer darf aber keinen Mangel verschweigen oder bewusst falsche Angaben machen. Wichtig ist auch, Urheberrechte zu beachten. Wer ein Gerät anbietet, sollte keine Bilder des Herstellers kopieren, sondern selbst fotografieren.

Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.

Dieser Beitrag wurde bisher 84 mal gelesen.
(Rang 336 auf shopper-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Druckerzubehör, das man braucht

27.12.2011 | Mit notwendigem und nützlichem Druckerzubehör wird das Arbeiten, wie mit einem Lexmark Drucker, vereinfacht....

weiter in Druckerzubehör, das man braucht ...

Community-Nutzer wollen Privatsphäre selbst bestimmen

24.11.2011 | 95 Prozent wollen Infos für bestimmte Gruppen freigeben können Auch Optionen für Suchmaschinen und Messaging...

weiter in Community-Nutzer wollen ...

Orange All in Tarife: Mehr Transparenz und voller Kostenschutz

23.09.2011 | All in Tarife um 10, 15, 20, 30 und 40 Euro mit unbegrenztem Datenvolumen und vollem Kostenschutz. All in...

weiter in Orange All in Tarife: Mehr ...

Schöner Wohnen - mit dem Internet: AGOF Branchenbericht Möbel & Wohnen

22.08.2011 | Knapp jeder zweite Internetnutzer interessiert sich für Möbel, ein Fünftel kauft bereits...

weiter in Schöner Wohnen - mit dem Internet: ...

Epson stellt günstige Produktionsmedien für CAD und PoS vor

24.05.2011 | Epson bringt mit den "Production Media for Inkjet" eine neue Reihe Produktionsmedien auf den Markt, die...

weiter in Epson stellt günstige ...



Aktuelles

Google+ etabliert sich unter den sozialen Online- Netzwerken

Facebook liegt auf Platz eins der beliebtesten Communitys...

weiter ...

Neuigkeiten

Festplatten nach Hochwasser in Thailand teurer

Preise steigen in Deutschland um durchschnittlich 80 Prozent...

weiter ...

Telekom Entwicklerplattform Developer Garden bietet API für Scout24- Marktplätze

Inhalte von ImmobilienScout24, AutoScout24, FriendScout24,...

weiter ...

Weitere Themen

BITKOM und LKA NRW schließen Kooperationsvereinbarung

Der Hightech-Verband BITKOM und das Landeskriminalamt...

weiter ...

Orange: 130 iPhone 4S zum Verkaufsstart um 0 Euro

Im Orange Shop Donauzentrum Wien und Orange Shop Sackstraße...

weiter ...

Archiv

Druckerzubehör, das man braucht

Mit notwendigem und nützlichem Druckerzubehör wird das...

weiter ...

Community- Nutzer wollen Privatsphäre selbst bestimmen

95 Prozent wollen Infos für bestimmte Gruppen freigeben...

weiter ...

Verschiedenes

Web- Shopping zum Fest: Jeder Dritte kauft Weihnachtsgeschenke online

Neuer Spitzenwert: 24 Millionen machen nutzen Web-Shopping...

weiter ...

Betrug mit unseriösen Gewinnbenachrichtigungen

Seit Monaten häufen sich beim LKA 3 Berlin Anzeigen im...

weiter ...