E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa

01.12.2008 | Berlin
"E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa" - unter diesem Motto diskutierten am 27. und 28. November rund 250 Expertinnen und Experten in Berlin.

Thema des gemeinsamen Kongresses

von Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Projekt Deutschland Online Standardisierung, dem deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Landkreistag, dem DIN e.V. und der

Initiative D21 waren Fragen der Interoperabilität von E-Government-Infrastrukturen zur Stärkung des

Standorts. Im Mittelpunkt der Tagung stand die weitere Modernisierung der Verwaltung und die

Optimierung von gemeinsamen Prozessketten von Verwaltung und Wirtschaft, durch die auch die

interntionale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gesteigert wird.

Staatssekretär Jochen Homann, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, unterstrich in seinem Grußwort das Ziel der Bundesregierung, die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung und zwischen Bürgern und Verwaltung so einfach, sicher, eindeutig und effizient wie möglich zu gestalten: "Dazu brauchen wir Standards, standardisierte Prozesse und Verfahren auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Dabei geht es nicht nur um die bloße Elektronisierung der bestehenden Strukturen und Aufgaben. Wesentlichen Nutzen erreicht moderne IKT durch die Verknüpfung der Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung sowie die Einrichtung medienbruchfreier, verwaltungsebenen-übergreifender interner Verwaltungsprozesse. Interoperabilität ist dabei der Schlüssel".

""E-Government-Standards sind aus Sicht der Initiative D21 Teil der Infrastruktur der Digitalen Gesellschaft und damit wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland in einer globalen und Digitalen Wirtschaft. Die zur Herstellung der Interoperabilität im E-Government erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen, etwa eine beschleunigte und umfassende Bereitstellung der Datenstandards XÖV sollten im Aktionsplan der Bundesregierung für den Ausbau der Digitalen Infrastruktur eine hohe Priorität erhalten", so der D21-Projektleiter Norman Heydenreich (Microsoft Deutschland).

In 16 Fachforen diskutierten die Expertinnen und Experten unter anderem den Stand der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und die dabei anzuwendenden Standards, den Stand der aktuellen XÖV-Projekte und die Ergebnisse des Deutschland-Online-Vorhabens "Standardisierung", die Möglichkeiten der "Semantic Web Technologie" mit Anwendungsbeispielen im E-Government (W3C-Workshop), die Bedeutung von Barrierefreiheits-Standards im E-Government sowie Konzepte und Projekte zu "e-Identity und e-Card". In weiteren Workshops wurden darüber hinaus Fragen behandelt, wie Interoperabilitätsprobleme in der Praxis gelöst, Informationen einfacher ausgetauscht und für neue Einsatzgebiete aufbereitet werden können.

Im Mittelpunkt der abschließenden Podiumsdiskussion stand die Frage: "Was muss geschehen, damit E-Government-Standards als Teil der Digitalen Infrastruktur den Standort Deutschland noch stärker voranbringen?".

Norman Heydenreich zog abschließend eine positive Bilanz: "Wir haben in den letzen Jahren bei der Lösung der Interoperabilitätsprobleme im E-Government erhebliche Fortschritte gemacht. Das Projekt Deutschland Online Standardisierung war und ist hierzu ein wichtiger Motor. Aber auch die D21-Projektgruppe zu E-Government-Standards hat einen großen Beitrag geleistet. Die Projektgruppe hat durch ihre kontinuierliche Arbeit wesentliche Entwicklungen gefördert und Hindernisse in der Zusammenarbeit ausgeräumt. Entstanden ist ein hochkarätiges Kompetenznetzwerk in dem die Experten und Verantwortlichen der unterschiedlichen Organisationen sich über aktuelle Entwicklungen austauschen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln".

Quelle: Pressemeldung Initiative D21 e.V.

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