2. Quartal 2009: Kurzarbeit und geringere Sonderzahlungen führen zu sinkenden Nominal- und Reallöhnen

21.09.2009 | Wiesbaden
Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren die Reallöhne im zweiten Quartal 2009 um durchschnittlich 1,2% niedriger als im Vorjahresquartal. Das Sinken der Reallöhne resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der nominalen Bruttomonatsverdienste (- 1,0%). Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 0,3%.

Ursache für den Verdienstrückgang waren vor allem die im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 9,2% niedrigeren Sonderzahlungen.

Die Grundvergütung, das heißt die Bruttomonatsverdienste ohne Sonderzahlungen, stieg im gleichen Zeitraum um 0,9%.

Die Verdienste sanken nicht auf breiter Front, sondern in wenigen, aber bedeutsamen Branchen: Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Bruttomonatsverdienst im zweiten Quartal 2009 vor allem aufgrund des verbreiteten Einsatzes von Kurzarbeit um 5,0%. Beschäftigte in der Metallerzeugung und -bearbeitung (- 12,0%) sowie in der Automobilindustrie (- 8,8%) waren hier am stärksten betroffen. Die Verdiensteinbußen wurden dabei zum Teil durch das staatliche Kurzarbeitergeld ausgeglichen. Diese Sozialleistung wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt. In Banken und Versicherungen waren die Bruttomonatsverdienste um 4,1% niedriger, weil die - unter anderem vom Unternehmenserfolg abhängigen - Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,1% gesunken sind. Die Sonderzahlungen machten im zweiten Quartal 2009 nur noch 20,0% der Gesamtvergütung aus, im Vorjahresquartal waren es noch 24,4%. Geringe Verdiensteinbußen von 0,2% mussten Beschäftigte im Bereich "Grundstücks- und Wohnungswesen" hinnehmen.

In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste. So erhöhten sich zum Beispiel im Bereich "Erziehung und Unterricht" die Bruttomonatsverdienste aufgrund wirksam gewordener Tariferhöhungen um 5,0%. Von diesen Tarifabschlüssen profitierten auch Beschäftigte im Bereich "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" (+ 3,2%).

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im zweiten Quartal 2009 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3 128 Euro im Monat. Die höchsten Verdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Energieversorgung (4 171 Euro) und Information und Kommunikation (4 162 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten Bruttomonatsverdienste im Gastgewerbe (1 885 Euro) gezahlt.

Quelle: Pressemeldung Statistisches Bundesamt

Dieser Beitrag wurde bisher 89 mal gelesen.
(Rang 433 auf shopper-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Wie Europas erster Notenbanker die Bürger erleichterte

01.03.2012 | Wenn heute von einem "schwerreichen" Zeitgenossen gesprochen wird, dann ist diese Redensart nur im...

weiter in Wie Europas erster Notenbanker die ...

BITKOM und LKA NRW schließen Kooperationsvereinbarung

08.11.2011 | Der Hightech-Verband BITKOM und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) schlossen gestern (07.11.)...

weiter in BITKOM und LKA NRW schließen ...

Orange: 130 iPhone 4S zum Verkaufsstart um 0 Euro

25.10.2011 | Im Orange Shop Donauzentrum Wien und Orange Shop Sackstraße Graz. Verkaufsstart am Freitag, den 28. Oktober...

weiter in Orange: 130 iPhone 4S zum ...

Günstige Tarife für das neue iPhone 4S

10.10.2011 | Bei seinen Produktpräsentationen ist Apple immer für eine Überraschung gut. Diesmal war die Überraschung, dass...

weiter in Günstige Tarife für das neue iPhone ...

AGOF veröffentlicht internet facts 2011-06: Online ist allgegenwärtiger Begleiter

29.09.2011 | 90 Prozent der Onliner werden mit AGOF Angeboten erreicht. 48,54 Millionen User nutzen das Internet als...

weiter in AGOF veröffentlicht internet facts ...



Aktuelles

Geschickt verpackt besser als nackt

Ein großer Anteil an der Auswahl von Produktkäufen hat das...

weiter ...

Google+ etabliert sich unter den sozialen Online- Netzwerken

Facebook liegt auf Platz eins der beliebtesten Communitys...

weiter ...

Neuigkeiten

Geschenke für Entscheidungsträger

Ein ganz besonderes Geschenk für Entscheidungsträger könnte...

weiter ...

Festplatten nach Hochwasser in Thailand teurer

Preise steigen in Deutschland um durchschnittlich 80 Prozent...

weiter ...

Weitere Themen

Wie Europas erster Notenbanker die Bürger erleichterte

Wenn heute von einem "schwerreichen" Zeitgenossen gesprochen...

weiter ...

BITKOM und LKA NRW schließen Kooperationsvereinbarung

Der Hightech-Verband BITKOM und das Landeskriminalamt...

weiter ...

Archiv

Druckerzubehör, das man braucht

Mit notwendigem und nützlichem Druckerzubehör wird das...

weiter ...

Community- Nutzer wollen Privatsphäre selbst bestimmen

95 Prozent wollen Infos für bestimmte Gruppen freigeben...

weiter ...

Verschiedenes

Damit der Handykauf nicht zum Albtraum wird : Handyvergleiche

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass man mehr und...

weiter ...

Web- Shopping zum Fest: Jeder Dritte kauft Weihnachtsgeschenke online

Neuer Spitzenwert: 24 Millionen machen nutzen Web-Shopping...

weiter ...