15 Lieferungen für 20 Produkte
Das große Sortiment, bei dem es schwierig ist, einzelne Produkte zu finden, erweist sich als lückenhaft und etwas extravagant. Nahezu alle bekannten Mineralwassermarken fehlen, dafür können Kunden eine 0,7 Liter-Flasche Regenwasser aus Tasmanien für 7,90 Euro bestellen. Bei den Produkten fehlen in den meisten Fällen die Angaben zur Haltbarkeit, zu Nährwerten und Mengen der Inhaltsstoffe.
Die Tester bestellten 20 frische Produkte, die etwa 20 Euro kosteten. Die Versandkosten hierfür betrugen aber 25 Euro. Das Problem: bei frischen Waren ist Amazon oft nur Vermittler, eingekauft wird bei Handelspartnern, die alle jeweils eigene Versandkosten berechnen. Für die Testbestellung von drei Warenkörben waren 15 Lieferungen notwendig. Zehn davon trafen innerhalb von zwei Tagen ein, vier weitere am dritten Tag.
Das letzte Paket, mit Bio-Eiern und Bio-Butter, war auch am vierten Tag noch nicht da. Nach einer Reklamation dauerte es weitere drei Werktage, bis das Paket ankam. Wer also nicht permanent zu Hause ist, erhöht das Risiko, dass die Pakete beim Nachbarn landen.
Die Lebensmittel kamen größtenteils unversehrt und in gewünschtem Zustand an. Ausnahmen: Eine Lieferung war vom falschen Hersteller, ein Ei angeschlagen, ein Salat an der Schnittstelle braun, ein Paket Butter geschmolzen und eine Bratwurst in der mikrobiologischen Qualität noch zufriedenstellend.
Fazit der Tester: In der jetzigen Form ist das Lebensmittelangebot von Amazon wenig brauchbar. Der Onlinehändler selbst hat angekündigt, sein Angebot nachzubessern.
Quelle: Pressemeldung Stiftung Warentest
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